*
Ihre Heilpraktikerin Christel Nau in Berlin-Wannsee

Kohlenhydrate - nur böse?

Haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie in einem Restaurant noch vor Ihrer Bestellung einen Brotkorb mit Butter oder einem anderen Aufstrich  hingestellt bekommen? Sie können sich kaum dagegen wehren, weil allein der Anblick und vielleicht sogar der Duft zu verlockend sind. Was glauben Sie, warum das so passiert. Sollen Sie schon vor dem Essen satt werden? Ganz im Gegenteil. Wenn Sie vom Brot vor Ihrem Essen genießen, schnappt die Insulinfalle zu. Sie werden noch hungriger.

Brot gehört zu den schnell verwertbaren Kohlenhydraten. Die können sich leicht in eine Fettschicht auf Hüfte, Po, Bauch und Oberschenkel umwandeln. Sie lassen den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen, was eine ebenso schnelle Insulinausschüttung zur Folge hat.

Die „guten“ Kohlenhydrate werden langsam im Körper abgebaut und in Zucker umgewandelt, sie machen länger satt und geben länger Energie.

Noch bis vor kurzem galt der glykämische Index als Gradmesser für „gute“ und „schlechte“ Kohlenhydrate. Dieser gibt an, wie stark der Blutzucker nach dem Verzehr eines kohlenhydratreichen Lebensmittels ansteigt. Traubenzucker hat einen glykämischen Index von 100. Der Wert für alle anderen Kohlenhydrate wird im Verhältnis dazu bestimmt.

Der Glykämische Index bezieht sich immer auf die Menge des Kohlenhydrat-Anteils im Lebensmittel. Die glykämische Last hingegen bezieht auch die Menge des zu verzehrenden Lebensmittels mit ein.

Zum Beispiel haben gekochte Karotten einen glykämischen Index von 85. Da hier nur der Kohlenhydrat-Anteil angegeben wird, spielt es auch keine Rolle, ob man 100g oder 2kg gekochte Karotten betrachtet.

Ermittelt man hingegen die glykämische Last von 100 Gramm gekochten Karotten, ergibt sich daraus ein Wert von 2,7, weil gekochte Karotten nicht nur aus reinen Kohlenhydraten bestehen, sondern auch aus Wasser und Ballaststoffen.

100 Gramm Puffreis haben – genau wie gekochte Karotten - einen glykämischen Index von 85. Die glykämische Last liegt allerdings bei 71! Das heißt, dass Puffreis den Insulinspiegel sehr viel schneller in die Höhe schießen lässt als gekochte Karotten. Puffreis ist demzufolge kein geeignetes Lebensmittel, um Körperfett zu reduzieren. Und genau das kann man an der glykämischen Last ablesen.

Unter der Internet-Adresse http://jumk.de/glyx

finden Sie eine Übersicht über viele gängige Lebensmittel und deren dazugehörigen Werte von glykämischem Index und glykämischer Last. Ich empfehle Ihnen, sich mit dieser Tabelle vertraut zu machen, sie sich gegebenenfalls auch auszudrucken, damit Sie sich immer wieder leicht daran orientieren können.

„Gute“ Kohlenhydrate, also jene, die eine geringe glykämische Last haben, erzeugen ein langes Sättigungsgefühl und liefern zudem auch genügend Ballaststoffe. Dazu gehören Obst, Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Pellkartoffeln.

Zu den „schlechten“ Kohlenhydraten, also jene mit einer hohen glykämischen Last, zählen Zucker, Süßigkeiten, polierter Reis, Kuchen und alle Nahrungsmittel, die aus weißem, das heißt behandeltem Mehl gemacht sind. Also auch (weich gekochte) Nudeln und Weißbrot.

Wenn Sie Ihre Fettpolster loswerden wollen, sollten Sie sich an die einfache Regel halten, von den guten Kohlenhydraten wenig und von den schlechten nur im Ausnahmefall zu essen. Widerstehen Sie also am besten den verlockenden Brotkörben in Restaurants.

Alles Gute für Sie,

Christel Nau, Heilpraktikerin am schönen Wannsee

LinkedIn Xing
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail