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Ihre Heilpraktikerin Christel Nau in Berlin-Wannsee

Vom Unsinn, Kalorien zu zählen
oder: wie schlank macht ein Obstsalat?

Eines Tages kam Barbara in meine Praxis und erklärte mir, wie verzweifelt sie sei, sie nehme einfach nicht ab, sie könne machen, was sie wolle. Sie würde sich so gesund ernähren und die Kalorien täglich ausrechnen und zusammen zählen. Außerdem sei ihr Bauch ständig so aufgebläht.

Ich ließ mir ihren Tagesablauf schildern und ihren Essensplan zeigen. Der „Übeltäter“ lag in ihrer vermeintlich gesunden Ernährung. Sie trank zwei Mal am Tag ein Glas Orangensaft vor dem Essen wegen der Vitamine. Sie aß meistens einen Obstsalat zum Frühstück. Zwischendurch ein Smoothie vorwiegend aus Früchten. In der Woche aus dem Kühlregal, am Wochenende selbst zubereitet. Oder sie besänftigte ihre Hungergefühle mit einem „ so gesunden“ Fitnessriegel.

Barbaras Beispiel steht hier für Viele, die meinen, sich doch so gesund zu ernähren. Fakt ist, zum Abnehmen ist diese Art der Ernährung nicht geeignet. Was passiert?

Saft und Smoothies enthalten isolierten Fruchtzucker, und der wird oftmals und irrtümlicherweise mit Gesundheit assoziiert. In Massen verzehrt, bewirkt er das genaue Gegenteil. Er fördert sogar das Fett am Bauch.

Barbara konnte gar nicht abnehmen. Außerdem hat sie sich durch den massenhaften Konsum von Fruchtzucker eine sogenannte Fructose-Unverträglichkeit eingehandelt. Dafür spricht der aufgeblähte Bauch. Denn bei zu viel Fruchtzuckerkonsum kann es zu Gärungen im Darm kommen. Diese Unverträglichkeit geht bei Betroffenen oft auch mit Durchfall und (scheinbar unklaren) Bauchschmerzen einher.

Es kommt also nicht auf die Kalorien an, sondern darauf zu essen, wie es für den Körper gut ist. Sie können nur sehr schwer durch Sport (außer Extremsport wie Marathon) oder durch tägliches Kalorienzählen abnehmen, wenn Sie diese Wechselspiele zwischen Blutzucker, Insulin und Fruchtzuckerumwandlung in Fett nicht beachten. Es geht darum, die „richtigen“ Lebensmittel zur richtigen Zeit zu essen, dann bleibt Ihr Körper auch im Fettverbrennungsmodus.

Barbara bekam einen auf sie zugeschnittenen Ernährungsplan, den sie zunächst mit Skepsis anging. Sollte sie jetzt beispielsweise wie ihr Mann das Wochenendfrühstück aus Rührei oder Schinken zusammen stellen?! Sie glaubte, das könne nichts werden, ließ sich jedoch auf dieses Experiment ein.

Zu jeder Mahlzeit sollte sie ein Eiweiß essen, ein Obststück danach, allerdings nur bis zur Mittagsmahlzeit. Keinen Orangensaft vor dem Essen! Und wenn sie der Verlockung eines Smoothies nicht widerstehen könne, so sollte sie es zumindest gleich nach der Mahlzeit essen, das heißt, nicht trinken, sondern jeden Schluck kräftig „kauen“. Und dabei auch genau auf ihren Bauch hören. Kalorien soll sie jedoch im Allgemeinen keine Beachtung mehr schenken.

Die Umstellung fiel ihr anfangs schwer. Als sie allerdings nach kurzer Zeit feststellte, dass die Hosen besser passten und sie kontinuierlich abnahm, blieb sie dabei.

Etwa sechs Wochen später kam sie wieder in die Praxis und war so glücklich, weil sie bereits “eine Kleidergröße kleiner” tragen konnte. Ein selbst zubereitetes Früchte-Smoothie konsumierte sie nur noch einmal pro Woche am Wochenende nach dem Frühstück. Sie hatte sich außerdem genau an den Plan gehalten. Ihre Energie aus Jugendtagen, wie sie selbst sagte, war zurück gekommen und sie war glücklich über ihren flachen Bauch.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Smoothies gemacht? Schreiben Sie mir! Kontaktformular

Herzlichst,

Ihre Christel Nau, Heilpraktikerin am schönen Wannsee

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