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Ihre Heilpraktikerin Christel Nau in Berlin-Wannsee

Diabetes – ist das inzwischen normal?

Vor einigen Tagen habe ich einen Bekannten getroffen, den ich seit zehn Jahren weder gehört noch gesehen hatte. Große Überraschung und große Freude! Wir unterhielten uns über dies und jenes, Privates und Berufliches.

Und plötzlich vernahm  ich das Wort Diabetes. Hatte ich richtig gehört? “Du hast Diabetes?” “Ja, na und?”

Ich war so perplex und hakte noch mal nach: “Du?” Daraufhin bekam  ich eine Antwort, die mich zunächst sprachlos, dann sehr nachdenklich gemacht hat. ”Na und, das haben doch heute viele!”

Was für eine Aussage! Ist es denn schon fast normal und gehört zum guten Leben, dass “man” Diabetes bekommt? Meine Meinung dazu liegt auf der Hand. Ich finde es einfach unglaublich, dass jemand sich selbst so aufgibt. Da finde ich auch die Aussage “aber ich bin in guter Behandlung” nicht tröstend.

Diabetes ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung.

Man muss zunächst unterscheiden zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes. Während Ersterer eine Autoimmunerkrankung ist und die Ursachen für diese Art Diabetes noch nicht so ganz erforscht sind, hat der Typ 2 einen erheblichen Eigenanteil.

Vor allem die Ernährung spielt eine große Rolle: es wird das Falsche, zu viel und zu oft gegessen. Ganz speziell meine ich mit das ‘Falsche’, dass vor allem zu viel leicht verwertbare Kohlenhydrate gegessen werden.

Zu oft und zu viel bedeutet für die Verdauungsorgane, dass sie permanent arbeiten müssen. Ein zu hoher Zuckerspiegel im Blut würde auf Dauer Schäden provozieren. Deshalb wird die Bauchspeicheldrüse permanent angeregt, Insulin zu produzieren. Das Insulin schließt die Zellen auf, um den Zucker dort hinein zu schleusen.

Durch diese natürliche Maßnahme wird der Blutzuckerspiegel zwar sehr schnell wieder gesenkt, aber der erneute Hunger lässt so nicht lange auf sich warten.

Irgendwann ist die Bauchspeicheldrüse überfordert und stellt den Dienst ein.

Der Zucker wird vom Körper umgewandelt und lagert sich in Form von Fett ab. Dieses ganze ‘Spiel’ geht so lange, bis die Rezeptoren an den Zellen stumpf werden und der ‘Schlüssel’ Insulin nicht mehr ins Schloss der Zelle passt.

Es wird daraufhin immer mehr Insulin produziert, um mit Gewalt die Zellen aufzuschließen. So lange, bis die Bauchspeicheldrüse vor Erschöpfung ihren Dienst – Insulin zu produzieren – einstellt.

Es wird immer weniger Insulin hergestellt, und nach und nach gar keins mehr. Damit ist der Diabetes Typ 2 manifest.

Der hohe Zuckerspiegel im Blut greift nun die Blutgefäße an, die hohen Blutfettwerte (vorwiegend auch durch falsche Ernährung) und der hohe Blutdruck kommen hinzu.

Alles verläuft zunächst fast unbemerkt.

Leider, muss man fast sagen, hat man von hohen Blutfettwerten und einem erhöhten Blutdruck keine Schmerzen, alles verläuft zunächst fast unbemerkt.

Nur wer sich genau beobachtet, wird feststellen, dass sich etwas im Körper verändert. Erst wenn einen der Schlag trifft (Schlaganfall), wacht man dann hoffentlich (noch mal) auf.

Die gute Nachricht: Sie können sehr wohl etwas tun!

Wenn sie jetzt sagen, “meine Mutter oder mein Vater hatten das auch schon, das ist ja vererbt”, dann ist es umso verhängnisvoller, wenn Sie nichts tun und sich ergeben. Anders gesagt: dann ist es umso wichtiger, dass Sie etwas tun!

Die gute Nachricht ist: man kann nicht nur vorbeugen, sondern man kann bei Typ 2 Diabetes oftmals wieder regenerieren – solange die körpereigene Insulinproduktion noch nicht völlig eingestellt ist.

Ich möchte Sie deshalb vor allem ermutigen. Bitte geben Sie nicht auf, Sie können in jedem Fall ihre Situation verbessern!

Lesen Sie im nächsten Artikel weiter, wie Sie sich nicht nur vor Diabetes schützen, sondern wie Sie sich dabei auch noch ohne “Verzicht” wohlfühlen können.

Herzliche Grüße,

Christel Nau

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