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Ihre Heilpraktikerin Christel Nau in Berlin-Wannsee

Wie gefährlich ist Diabetes eigentlich?

Ein manifester Diabetes besteht, wenn der aus der Nahrung gewonnene Blutzucker nicht mehr in die Zellen transportiert werden kann und somit der Zuckerspiegel im Blut erhöht bleibt.

Schon ein leicht bis mäßig erhöhter Blutzuckerspiegel führt auf Dauer zu einer Schädigung der Blutgefäße. Dadurch können später Schäden an den Nieren auftreten, am Augenhintergrund, an den Herzkranzgefäßen und am Nervensystem.

Sind Sie gefährdet, einen Diabetes zu entwickeln?

Vielleicht haben Sie schon mal etwas gehört vom “Metabolischen Syndrom”, auch “Wohlstandssyndrom” genannt. Die folgenden Kriterien können Ihnen einen Hinweis geben, ob Sie gefährdet sind.

1.) der Wohlstandbauch, das heißt das stammbetonte Übergewicht

2.) Bluthochdruck

3.) veränderte Blutfettwerte

4.) Insulinresistenz

Zu 1.) Sind Sie ein Apfel- oder ein Birnentyp?

Ein Apfeltyp trägt das Fett mehr am Bauch, also stammbetont. Während der Birnentyp sein Fett eher auf den Hüften und am Oberschenkel hat.

Warum der Apfeltyp auf jeden Fall mehr gefährdet ist

Der Stoffwechsel in den verschiedenen Fettdepots des Körpers ist unterschiedlich ausgeprägt. Die Fettzellen am Bauch haben einen wesentlich intensiveren Stoffwechsel als die Fettzellen z.B. am Oberschenkel.

Die Fettzellen am Bauch haben nicht nur eine Speicherfunktion, sondern entfalten auch eine hormonelle Wirkung und fördern Entzündungen. Was sich, um nur ein Beispiel zu nennen, auf die Verkalkung der Blutgefäße begünstigend auswirken kann.

Ein ausgprägter Apfeltyp ist ein Mann mit mehr als 102 cm Umfang, eine Frau mit mehr als 88 cm. Das Optimum liegt für Frauen bei etwa 80 cm, für Männer bei 94 cm. Wenn Sie Ihren Bauchumfang wissen wollen, messen Sie ihn auf Höhe des Bauchnabels.

Zu 2.) Bluthochdruck – die schleichende Gefahr

Bluthochdruck zeigt zunächst keine spezifischen Symptome, ist aber in seiner Auswirkung umso drastischer. Folgeschäden können zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen sein.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein systolischer Wert (der “obere” Wert) ab 140 mm Hg, der diastolische (“unterer” Wert) ab 90 mm Hg als erhöht. (Diese Definition gilt nicht für vorübergehende Erhöhungen wie z.B. in der Schwangerschaft, durch Medikamente oder eine akute Erkrankung. Hierzu wird Ihnen Ihr Arzt genaue Auskünfte geben.)

Zu 3.) Blutfettwerte geben Auskunft

Ein gestörter Fettstoffwechsel ist ein weiteres Kennzeichen des “Metabolischen Syndroms”. Sicherheit darüber, ob dies auf Sie zutrifft, gewinnen Sie, wenn Sie Ihre Blutfettwerte überprüfen lassen. Dazu gehören in jedem Fall die Cholesterin- und die Triglyceridwerte.

Beim Cholesterin unterscheidet man zwischen dem sogenannten “guten” HDL- Cholesterin und dem sogenannten “schlechten” LDL- Cholesterin. Entscheidend ist der Quotient aus beiden.

Auch der Triglyceridwert ihres Blutes hat eine hohe Aussagekraft. Sollte er über 150 liegen, so ist das bereits ein großes Warnsignal.

Zu 4.) Insulinresistenz – das Insulin kann nicht richtig arbeiten

Ob die Zellen ihres Körpers eine Insulinresistenz aufweisen oder ob sie sensitiv auf Insulin reagieren, können Sie erkennen, indem Sie Ihren Adiponektin-Wert überprüfen lassen. Adiponektin hat unterschiedliche Funktionen im Körper. Es hat zunächst eine entzündungshemmende Wirkung, es steuert aber auch die Insulinsensitivität und verstärkt die Wirkung des Insulins.

Haben Sie einen hohen Spiegel an Adiponektin, so ist das vorteilhaft. Je niedriger der Spiegel, desto mehr können Sie davon ausgehen, dass die Insulinrezeptoren an den Zellen bereits stumpf sind. Anders gesagt, je niedriger der Adiponektin-Wert, desto weniger kann das Insulin seinen Aufgaben nachkommen. Der Blutzuckertransport in die Zellen ist gehemmt, er kann nicht oder nur sehr schwer in die Zellen transportiert werden. Der Zuckerspiegel im Blut bleibt hoch. Somit ist der Weg zum Diabetes Typ 2 vorgezeichnet.

Der Adiponektin-Wert gilt als Frühwarnsystem. Positiv formuliert kann das Risiko, an Diabetes zu erkranken, also früh erkannt und Folgeschäden somit vermieden werden!

Das Metabolische Syndrom wird oft nicht wahrgenommen

Das Gefährliche am Metabolischen Syndrom ist, dass es sich meist langsam und schleichend entwickelt und dass die Symptome unspezifisch sind und oft nicht als Teil des Metabolischen Syndroms wahrgenommen werden.

Wenn die genannten Kriterien auf Sie zutreffen, wenn die Frühwarnsysteme also bei Ihnen anschlagen, dann sollten Sie dringend handeln.

Gehen Sie zum Arzt, lassen Sie sich untersuchen und vertrauen Sie sich anschließend einem kompetenten Ernährungsberater oder einem Personal Trainer an.

Meine Tipps, wie Sie Diabetes vom Typ 2 und Übergewicht vorbeugen können, lesen Sie im nächsten Artikel.

Herzlichst,

Ihre Christel Nau

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