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Ihre Heilpraktikerin Christel Nau in Berlin-Wannsee

Mehr Kohlenhydrate- ein neuer Trend?

Ich wurde neulich gefragt, ob ich einen Trend bevorzuge. Da hatte ich erst mal ein paar Fragezeichen im Kopf.

Was ist denn ein Trend? Von wem wird ein Trend vorgegeben? Darüber hatte ich mir nie Gedanken gemacht.

Und nun lese ich von einem neuen „Trend“: Mehr Kohlenhydrate essen.(?) 80 Prozent solle die Tagesmenge ausmachen!

Modetrends u.ä. lasse ich mir ja gefallen. Aber Trends in der Ernährung???

Vor Jahren hieß es, man solle wenig Fett und viel Kohlenhydrate essen. Später wurde erkannt, dass Zivilisationserkrankungen wie beispielsweise Diabetes  durch diese Ernährungsweise bedenklich zunahmen. Dann wurde gepredigt, dass man viel Fett essen solle, viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate. Viele sprangen auf diesen Trend auf. Ich stellte fest, dies brachte vielen Menschen schlechte Laune und machte sie unzufrieden, sie hatten zum Teil ein reduziertes Sättigungsgefühl. Und nun kommt „man“ daher und stellt diese Variante ebenfalls auf den Kopf.

Natürlich kommt es vor allen Dingen auf die Qualität der Kohlenhydrate an; wie bei allen Lebensmitteln. Ich stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, dass Ernährung sehr individuell ist. „Was dem Schmied bekommt, zerreißt den Schneider“. Diesen sinnigen Satz hat im letzten Jahrhundert der bedeutende Arzt Franz Xaver Mayr geprägt.

Wenn Sie ein schwer körperlich arbeitender Mensch sind, müssen Sie anders essen als ein Büroangestellter. Ein Sportler braucht eine andere Ernährung als ein Mensch, der drei Mal pro Woche walken geht oder sich gar nicht bewegt.

Mal ganz abgesehen von den individuellen Unverträglichkeiten.

Hier ein kleines Beispiel: Eine Frau kommt in meine Praxis, weil sie tagsüber nicht fit ist, schon am Vormittag möchte sie sich am liebsten wieder hinlegen. Um es kurz zu machen, sie änderte auf mein Anraten ihre Frühstücksgewohnheiten. Der Käse wurde schweren Herzens gestrichen.  Aber schon bald verspürte sie viel mehr Energie, keine Spur mehr von Vormittagsmüdigkeit.

Damit will ich keineswegs sagen, dass Jeder den (guten) Käse aus seinem täglichen Speiseplan eliminieren soll. Ich will damit nur die Individualität unterstreichen. Manch einer verträgt das Brot nicht so gut, der andere eben Milchprodukte o.a.

Wer es genau wissen will, kann einen Nahrungsmittel-Unverträglichkeits-Test durchführen. Dazu in den nächsten Tagen mehr.

Ich möchte noch etwas ganz Allgemeines an dieser Stelle zur Ernährung mitteilen, was wohl auf (fast) jeden Menschen zutrifft.

  1. Reichlich trinken (Ausnahme sind bestimmte Erkrankungen, bei denen vom Arzt die Trinkmenge vorgegeben wird)
  2. Regelmäßig trinken (nicht am Abend die versäumte Menge nachholen)
  3. Wasser trinken oder dünn gebrühte Tees, keine Süßgetränke
  4. Lebensmittel mit hoher Vitalstoffdichte verzehren (Pflanzliche Kost wie Gemüse, Obst)
  5. Rohkost nur bis zum frühen Nachmittag
  6. Gutes Fett verwenden wie kaltgepresste Öle, zum Braten Kokosfett
  7. Keine Fertiggerichte
  8. Bei tierischen Produkten wie z.B. Fleisch auf sehr gute Qualität achten.
  9. Last but not least: Alles sehr gut kauen!

Und was ist mit Schokolade? Auch hier kommt es wieder auf das Maß an. Wenn Sie Schokolade mögen, dann genießen Sie sie ab und zu. Die Betonung liegt auf genießen und auf Maß!

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit!

Ihre Christel Nau

P.S. Bei Fragen: 030- 80909356

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